Buddhas Weisheit 11

Was gehört zum Buddhismus?

Ein Aspekt des Buddhismus ist die Philosophie der Eigenverantwortung. Wir müssen aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit entfliehen. Wir müssen wieder lernen unseren Verstand zu benutzen, ohne uns gänzlich auf die Führung einer anderen Person oder eines Gottes zu verlassen.

Darüber hinaus sollten wir verstehen, dass all unsere Gedanken, unsere Worte und unserer Handlungen eine Wirkung in der Welt haben, ähnlich einem Stein, der, ins Wasser geworfen, Wellen verursacht.

Siddhartha Gautama beschrieb es folgendermaßen:

„Begehe auch nicht eine schlechte Handlung, übe in vortrefflicher Weise heilsames Tun und zähme deinen Geist: Das ist die Lehre des Erwachten.“

Was sind schlechte Handlungen? Ich denke, dass die meisten Menschen über das Bewusstsein verfügen, um zu unterscheiden was gut oder schlecht ist. Und auch wenn es im Buddhismus dieses dualistische Schwarz-Weiß-Denken nicht gibt, so gibt es doch genau definierte Handlungen, die als schlecht gelten, zum Beispiel das Töten, Stehlen oder Lügen. Als Richtschnur dienen die „fünf Silas“:

  • Ich übe mich darin, kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen und auf friedliche Weise mit allen Lebewesen umzugehen.
  • Ich übe mich darin, nichts zu nehmen, was mir nicht gehört oder nicht freiwillig gegeben wird.
  • Ich übe mich darin, nicht zu lügen oder mit Worten zu verletzen.
  • Ich übe mich darin, keine anstößigen sexuellen Praktiken auszuüben und niemand durch mein sexuelles Verhalten zu schaden.
  • Ich übe mich darin, keine Substanzen zu konsumieren, die den Geist verwirren.

Im Gegensatz zu den zehn Geboten der Christen handelt es sich bei den Silas jedoch nicht um Gesetze. Jeder Mensch trägt selbst die Verantwortung für die Einhaltung dieser Vorschläge und muss genauso auch die Konsequenzen für ihre Nicht-Achtung tragen (Karma-Lehre).

Das gehört zum Buddhismus.

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